Münsterbauverein Breisach e.V.

Engagement für ein einzigartiges Bauwerk

Hoch über dem Rhein erhebt sich das Breisacher Münster St. Stephan – weithin sichtbar über der Landschaft des Oberrheins. Seit Jahrhunderten prägt es das Bild der Stadt, ist Ort des Glaubens, der Kunst und der Begegnung. Ein Bauwerk dieser Größe und Bedeutung kann jedoch nur bestehen, wenn sich Menschen für seinen Erhalt einsetzen. Genau diesem Anliegen widmet sich der Münsterbauverein Breisach e.V.
 
Der Verein führt eine Tradition fort, die bis in das Mittelalter zurückreicht. Bereits 1273 wird eine „Münsterfabrik“ oder Bauhütte erwähnt – eine Organisation, die für Bau, Unterhalt und Finanzierung des Münsters verantwortlich war. Schon damals war klar: Das Münster ist ein gemeinsames Werk vieler Generationen.
 
  
Ein halbes Jahrtausend Zeugnis des Glaubens:
🎧 Hinhören lohnt sich: Vandalismus im Breisacher Münster
Bericht über die neue Pfarrei St. Alban im Konradsblatt
am Sonntag, 26. April, im Anschluss an den Gottesdienst im Münster St. Stephan Breisach
Ein starkes Zeichen für unser Münster
Hornklang für das Breisacher Münster – Benefizkonzert mit Studierenden aus Bern im Art’Rhena
 

Engagement durch die Jahrhunderte

Auch in späterer Zeit wurde dieses Engagement immer wieder neu aufgenommen.
1885 bestand bereits ein Breisacher Münsterbauverein, der Spenden für die Wiederherstellung der Kirche sammelte. Das Münster war damals – wie viele historische Bauwerke – durch Alter und Schäden gefährdet. Bürgerschaftliche Unterstützung wurde damit erneut entscheidend.
 
Eine neue Phase begann 1923, als Stadtpfarrer Dr. Franz Sales Trenkle den Verein wiederbelebte. Sein Nachfolger Dekan Richard Weber ließ umfangreiche Renovierungen am und im Münster durchführen. Um die nötigen Mittel zu beschaffen, wurden sogar Münsterbau-Lotterien organisiert.
 
Der Breisacher Historiker Fritz Schanno beschreibt diese Zeit eindrücklich im Mitteilungsblatt Unser Münster:
„Für die Münsterrenovierung genehmigte das Badische Innenministerium 1923 eine Münsterbaulotterie. Als der Erlös der ersten Ziehung – zwei Millionen Mark – ausbezahlt wurde, war das Geld wegen der galoppierenden Inflation nichts mehr wert.“
Bis 1936 fanden insgesamt zwölf Lotterien statt – doch die schwierige wirtschaftliche Lage jener Jahre setzte den Möglichkeiten enge Grenzen.

Neubeginn in neuer Zeit

Während der Kriegsjahre und der Zeit danach konnte der Münsterbauverein nur eingeschränkt wirken. Zwar bestand der Verein weiterhin, doch fehlten oft die Mittel und Strukturen für eine aktive Arbeit.
 
Erst 1975 wurde unter Dekan August Müller im Stiftungsrat überlegt, wie der Verein wieder neu belebt werden könnte. 1979, unter Dekan Wolfgang Kirchgässner, wurde eine neue Satzung ausgearbeitet.
 
Der eigentliche Neubeginn folgte schließlich 1981 unter Dekan Willi Braun mit der ersten Generalversammlung des neu gegründeten Münsterbauvereins Breisach e.V. Seitdem engagieren sich wieder zahlreiche Menschen für „ihr“ Münster.

„Unser Münster“ – Geschichte und Gegenwart

Ein wichtiger Bestandteil der Vereinsarbeit ist das Mitteilungsblatt „Unser Münster“, das seit 1990 regelmäßig an die Mitglieder versendet wird. Die Zeitschrift verbindet historische Forschung mit aktuellen Themen rund um das Münster: Restaurierungen, kunsthistorische Beiträge, Einblicke in die Baugeschichte und Berichte über Veranstaltungen. So entsteht über die Jahre hinweg ein lebendiges Archiv zur Geschichte dieses außergewöhnlichen Bauwerks.

Was der Münsterbauverein heute leistet

Der Münsterbauverein unterstützt heute zahlreiche Projekte rund um das Breisacher Münster. Dazu gehören insbesondere:
  • Förderung von Restaurierungen und Erhaltungsmaßnahmen
  • Unterstützung kunsthistorischer Forschung und Dokumentation
  • Kulturelle Veranstaltungen und Benefizkonzerte
  • Vermittlung der Geschichte und Bedeutung des Münsters
Durch dieses Engagement trägt der Verein dazu bei, dass das Münster nicht nur als Denkmal erhalten bleibt, sondern als lebendiger Ort des Glaubens, der Kunst und der Musik.

Ein gemeinsames Werk vieler Generationen

Das Breisacher Münster ist mehr als ein historisches Bauwerk. Es ist ein Ort, an dem sich Geschichte, Glauben, Kunst und Kultur begegnen. Der Münsterbauverein Breisach lädt dazu ein, an diesem gemeinsamen Werk mitzuwirken – damit das Münster auch in Zukunft hoch über dem Rhein von der Geschichte der Stadt erzählt und zugleich Raum für das Leben von heute bleibt.
 

Vereinfachter Zuwendungsnachweis

Für Spenden und Mitgliedsbeiträge bis 300 € genügt für steuerliche Zwecke ein vereinfachter Zuwendungsnachweisgemäß § 50 Abs. 2 Nr. 2b EStDV. In diesem Fall reicht die Vorlage eines Kontoauszuges oder eines entsprechenden Zahlungsnachweises beim Finanzamt aus.
Der Münsterbauverein Breisach e. V. ist wegen der Förderung des gemeinnützigen Zwecks
„Erhaltung und Ausbau des Breisacher Münsters“ nach dem Freistellungsbescheid des Finanzamts Freiburg-Land(Steuernummer 07039/08004) vom 26.11.2020 für den letzten Veranlagungszeitraum 2017–2019 gemäß § 5 Abs. 1 Nr. 9 Körperschaftsteuergesetz von der Körperschaftsteuer sowie nach § 3 Nr. 6 Gewerbesteuergesetz von der Gewerbesteuer befreit.
Zuwendungsnachweis herunterladen:
 

Quelle: Münsterbauverein Breisach e.V.